Türkei 2003
Mein Gästebuch

 

Juni-2003  

Dieser Törn wurde wie immer von Herbert bestens vorbereitet und führte uns in den süd-westlichen Teil der Türkei. Gestartet wurde in Göcek, und reichte von Fethiee, über Baba Adasi, Kaunus, Giftlik Limani, Serce Limani, Bozburum nach Orhaniye. Der Link zu Ecker Yachten: http://www.eckeryachting.at

14-Juni-2003:

Nach einiger Verzögerung am Flughafen Wien und ca.2 Stunden Flug landen wir in Dalaman. Mit dem Transferbus sind wir dann um Mitternacht in der Marina Göcek wo die Bavaria 44 "Emilia" bereits auf uns wartet. Nach einem Begrüßungsdrink gehts ab in die Falle, allerdings ist dank unserer österreichischen Nachbarn nebenan auf Ihrem Katamaran an Schlaf erst nach Stunden zu denken.


15-Juni-2003:

Am Morgen ein expensives Frühstück in der Marina-Bistro. Während die Crew einkaufen geht übernimmt Skipper Herbert die Yacht von Ecker Yachting. Nachdem alles verstaut ist, laufen wir aus. Wir drehen eine Runde in der Quellenbucht. In der Bucht Killeiskelesi Koyu gibt es den ersten Badestopp, den alle bei einer Wassertemperatur von 28° genießen. Gut erfrischt vom klaren Wasser gehts endlich unter Segel von unserer Badebucht in Richtung Fethiye.

links:     Einfache Felsengräber in der Nähe der Qellenbucht.


Prachtvolle Säulen und Galerien der Felsengräber oberhalb Fethiyes.

Ankunft in Fethiye am frühen Abend nach rund 22 Seemeilen , wo wir nach kurzer Suche in der Bucht im Südwesten ankern. Das Wasser ist in dieser Bucht allerdings bedingt durch schon längere Abwesenheit einer Kläranlage etwas dreckig.

Wir machen mit dem Beiboot einen Landfall und gehen hinauf zu den Felsengräbern, von wo wir auch eine schöne Aussicht über Fethiye haben. Die Sicht reicht bis zu dem noch schneebedeckten Taunus-Gebirge.

Von den Gräbern aus konnte man die ganze Bucht überblicken. Vorbei an kleinen Marktständen und einer Moschee, wieder unten am Kai angekommen, gibt es ein kühles Bier und gutes Abendessen um zusammen € 190.- aus der Bordkasse.

Die Bucht vom Fethiye - Richtung Westen


Montag, 16. Juni 2003:

Nach einem gemütlichen Frühstück lichten wir den Anker in Fethiye und segeln weiter zur Bucht Gökgemile Koyu, wo wir zu Mittag essen und in sauberem Wasser baden und schnorcheln.

Am Nachmittag gehts weiter zur Insel Baba Adasi, wo wir mit Anker und Landleine sehr gut liegen. Doris bäckt frisches Brot im Backrohr an Bord. Währenddessen fängt Erwin mit der Angel einen Seestern. Am Abend gibt es Spaghetti - ohne Seestern natürlich.

Gullets - Die Touristenschiffe aus Holz - vor Anker.

Trotz technologisch ausgereiftem Fanggerät, läßt sich nur ein Seestern ins Schlauchboot hieven.

In einer Bucht der Insel Baba Adasi wird Erwin am Mast hochgezogen und kann ein paar gelungen Fotos aus der Vogelperspektive machen


Dienstag, 17. Juni 2003:

Anker auf und Frühstück auf See um bald in die Ekincik Limani zu kommen, wo wir vor Anker gehen. Mit dem Taxiboot fahren wir in das Dalyan Flußdelta, dort besichtigen wir zuerst das alte Kaunos mit dem Amphie-Theater, die Kirche und all die Ausgrabungen der antiken Hafenstadt.

 

Ruhige Fahrt nach Kaunos - Karl steuert gelassen das Boot

Nach einem anstrengenden Anstieg auf den 160m hohen Berg werden wir mit einer herrlichen Aussicht über die wunderbare Flußlandschaft belohnt. Die Ausgrabungen sind sehenswert und die Flora gedeiht prächtig.

Wieder unten, nehmen wir einen Drink und gehen wieder zum Taxiboot. Als wir gerade ablegen, kommt ein Türke auf seinem Mofa angerast und bringt Hans die Sonnenbrille nach, die er ligengelassen hat. Wir sind auch immer sehr freundlich behandelt worden.

Heuschrecke auf Blumenpracht im Delta von Kaunos

Doris entdeckt eine Rennmaschine.

Andrea und Karl vor der Ruine einer Kirche

Blick vom Berg runter auf die Ausgrabungen und zum Schilfdelta.


Weiter gings durch das Schilflabyrinth nach Dalyan, wo wir in einem Restaurant sehr guten Rotbarsch essen, dazu einen überraschend guten Weiswein genießen. ( Die Bordkassa wird dabei um € 140.- erleichtert, also gerade mal €17,50 pro Nase)

Weiter gehts flußaufwärts in ein Schlammbad, wo wir uns wie die Schweine suhlen. Diese Schlammkur soll ewiges Leben verleihen. Nach der Grobreinigung unter Spezialbrausen gehen wir in ein Schwefelwasserbecken um unser Wellnessprogramm zu vollenden. Mit einem kühlen Blonden können wir uns wieder etwas abkühlen.

Zwei Katzen bewachen den Treppenaufgang.

Nachdem wir noch etwas nachbunkert haben, bringt uns unser Taxikäpten Bayran über die Wellen wieder zurück zur „EMILIA“.

Wir wechseln noch unseren Ankerplatz nach Maden Iskele und testen dort noch ein wenig vom Rotwein.

Fischschleuse vor Kaunus bei der Ausfahrt aus dem Schilfdelta.

Hans hat es offensichtlich gut gefallen

Im Vergleich dazu der Winter in Hellmonsödt !


Mittwoch, 18. Juni 2003:

Nach dem Frühstück geht es unter Motor zur Insel Yilancik Adasi, wo wir in Lee in glasklarem Wasser ankern. Wir sichten zwei U-Boote und ein Kriegsschiff im Sperrgebiet - Richtig, wir sollten eigentlich hier nicht ankern. Es wird an diesem herrlichen Platz ausgiebig gebadet, geschnorchelt und schöne Muscheln herausgetaucht. Nach der Mittagsjause geht es unter Segel bei 4-5 Windstärken flott nach Ciftlik Adasi, wo wir fast vorbeisausen.

Auf dem Weg nach Ciftlik Limani sichten wir drei große Delphineund legen dann bei Mehmeds Place mit Heck zum Steg und Moring an.

Wir bekommen Wasser, Strom und auch etwas zu Trinken. Abends essen wir bei Mehmed eine sehr gute Mixplatte um 130 € und machen anschließend noch einen Abendbummel durch den kleinen Basar ganz in der Nähe. Auch genehmigen wir uns noch einige Drinks. Wieder zurück an Bord, gibt es natürlich unseren obligaten Gegenwein. In der Nacht bläst der Meltemi ganz schön heftig.

Die Bucht von Mehmets Place aus gesehen.

Maulbeeren auf der Terrasse von Mehmet.

Klares Wasser mit ungetrüber Sicht bis runter zum Anker.



Donnerstag, 19. Juni 2003:

Nach einem gemütlichen Frühstück bunkern wir fünf Laib türkisches Spezialbrot. Leinen los und ab geht’s nach der windigen Nacht und bei 20 Knoten Wind segeln wir weiter nach Westen, wo wir in der Bucht Serge Limani mit Buganker und zwei Landleinen festmachen.

Glasklares Wasser und herrliche Ankerplätze, wie in der Karibik. Wir liegen bei gut haltendem Anker quer zu den Fallböen, die teilweise sehr heftig sind. Am Abend gibt es Kasnudeln. Mit dem Zubringer-Taxiboot von Hamsa (Hans) fahren wir noch in sein Lokal auf ein kühles Blondes und ein Weinderl. Skipper Herbert hat es Hamsa angetan.

Die Windböen werden immer stärker, und wir lassen uns in der finsteren Nacht zur EMILIA zurückbringen. Der Anker ist durch die starken Fallböen gewandert, und die EMILIA liegt bedrohlich nahe am Ufer. So müssen wir in der Nacht unter tatkräftiger Mithilfe der Bootstaxler die Landleinen bergen, und einen neuen Ankerplatz suchen, um ruhig schlafen zu können. Um Mitternacht ist die Welt wieder in Ordnung.

Hamas - auf deutsch Hans - ist von Herbert ordentlich angetan.

Ein offener Ziegenstall


Freitag, 20. Juni 2003:

Nach dem Frühstück wird sofort der Anker gelichtet und die Segel gesetzt. Bei herrlichem Wind fahren wir bei der griechischen Insel Symi vorbei nach Norden, wo wir in der Nähe von Kizil Adasi Mittag machen.

In dieser großen Bucht legen wir dann eine Badeleine aus, an der alle Mitwirkenden viel Spaß haben, auch die Ziege oben auf den steinigen Hügeln scheint belustigt zu sein.

Da der Wind eingeschlafen ist, fahren wir unter Motor nach Yesilova Bozburun.

Schöne Villa direkt am Strand.

Skipper grinst und gibt noch mals richtig Gas, und schon löst sich einer nach dem anderen vom Seil.

Im kleinen Hafen legen wir römisch-katholisch an. Wir machen einen Rundgang durch den schönen Ort. Im Restaurant von Mama Dick genießen wir das Captains Dinner. Bei einer Fischplatte und Weißwein ( Villa Doluca) genießen wir den Abend.

Wir erfahre, das die Flugzeit geändert wurde, und wir am Morgen um 6 Uhr losfahren müssen, um rechtzeitig in Orhaniye zu sein. Trotzdem genießen wir noch unseren obligaten Gegenwein an Bord. Andrea gesteht uns Ihren Geburtstag, Ihre Runde ist aber immer noch offen.

Die Einheimischen beim Kartenspiel.

Dieses nette Tierchen genannt “ma grauslich” haben wir natürlich nicht verspeist.

Stromverkabelung “a la Türkei” vor der Moschee und darunter ein Ami-Schlitten

Ein gelungener Abschluß vor unserer letzten Nacht ist das Captains-Dinner.

Am nächsten Tag liefen wir bei kompletter Windstille aus - Eine ruhige Verabschiedung von der Türkei.


Samstag, 21. Juni 2003:

Bei Windstille laufen wir um sechs Uhr aus und fahren unter Motor die 20 Seemeilen nach Orhaniye, wo wir nach dem Tanken in der Marina um ½ 10 Uhr festmachen. Nach einem ausgiebigen Abschiedsfrühstück an Bord wird noch schnell klar Schiff gemacht. Noch ein Abschiedsdrink und die Crew fährt mit dem Tranferbus zum Flughafen Dalaman.

“Es war ein herrlicher Törn mit allem Drum und Dran. Es war schön Euch an Bord zu haben.”                                                                                     Euer Skipper Herbert

 

Andrea

Schmidi

Hans

Herbert - Der Skipper

Karl

Franz

Doris und Erwin